IM B2B ENTSCHEIDET DER BAUCH.
DER KOPF LIEFERT SPÄTER DIE ARGUMENTE.
B2B-Entscheidungen werden gerne als rein sachlicher Vorgang dargestellt. Produktvergleich, Preise, Zahlen, Präsentationen und am Ende eine sauber dokumentierte Entscheidung. Klingt vernünftig, ist aber nur die halbe Wahrheit. Hinter jeder Unterschrift steht eine Person, die nicht nur wissen möchte, ob ein Angebot funktioniert. Sie möchte vor allem sicher sein, dass ihr die Entscheidung später nicht um die Ohren fliegt. Genau dieses Gefühl ist im B2B inzwischen der wichtigste Kauftreiber. Zum dritten Mal in Folge landet die Aussage „Mit diesem Unternehmen kann ich sicher einen Vertrag unterschreiben“ im dentsu B2B Superpowers Index auf Platz eins.
Gleichzeitig wird ein typischer B2B-Kauf heute von 13 internen Beteiligten und neun externen Stimmen beeinflusst. Damit reicht es längst nicht mehr, eine Person im Vertriebsgespräch zu überzeugen. Eine Marke muss auch dann funktionieren, wenn über sie in einem Besprechungsraum gesprochen wird, in dem niemand aus dem Unternehmen sitzt. Besonders spannend sind dabei die stillen Mitentscheidenden. 71 Prozent von ihnen haben wenig oder gar keinen Kontakt zum Vertrieb. Trotzdem entscheiden sie mit. Starke Fachinhalte machen 95 Prozent von ihnen offener für eine spätere Ansprache.
Gute Kommunikation übernimmt deshalb bereits einen wichtigen Teil der Vertriebsarbeit, bevor überhaupt das erste Gespräch stattfindet. KI kann Informationen schneller finden und Angebote besser vergleichbar machen. Vertrauen erzeugt sie nicht automatisch. Das entsteht durch eine klare Haltung, relevante Inhalte und einen Auftritt, bei dem niemand das Gefühl bekommt, gerade an eine sehr gut gestaltete Blackbox zu geraten.
Fakten bringen ein Unternehmen in den Vergleich. Vertrauen bringt es in den Auftrag. Wie viel Vertrauen baut Ihre Marke auf, bevor Ihr Vertrieb das erste Gespräch führt?
m.claessen@pms-werbeagentur.de